Die Suche nach dem Einhorn

By Oktober 11, 2017Artikel

Vor ein paar Monaten suchte ich einen Partner oder Partnerinum meine Vision umsetzen zu können, die ich für mich als Beraterin und Business Coach hatte. Ich wollte die Unternehmenswelt wieder menschlicher und kreativer machen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Aber wie hoch sind die Chancen, jemanden zu finden, der die gleiche Vision hat?

Die Wirtschaft muss wieder menschlicher und kreativer werden @jeanbouffier click to tweet

Ich suchte eine Querdenkerin statt einemkonservativen Unternehmensberater im Nadelstreifen aber dafür mit kreativem und internationalem Hintergrund. Mit viel Erfahrung in Bereichen wie Change Management, Kultur Transformation, auf großen Projekten für Fortune 500 Unternehmen und Kunden trotzdem nicht Schema „F“ überstülpt. Und selbstredend eine tolle Persönlichkeit mit ähnlichen Werten, Ehrlichkeit, Rückgrat und einem herzlichen, freundlichen Wesen. Und viel Energie, Dinge auch voran zu bringen.

Ich suchte eine mystische Kreatur. Man könnte auch sagen, ein Einhorn.

Aber je mehr ich mich anstrengte, desto frustrierender war die Suche. Also ließ ich los. Ich vertraute darauf, dass das, was sein soll und auch wann das sein soll.

Man kann für die Vision tut was möglich ist. Ab einem bestimmten Punkt, wird die Energie aber verkrampft und blockiert.

Dinge die man im Flow macht und die stimmig mit dem Ziel sind, fließen von alleine. @jeanbouffier click to tweet

Vorausgesetzt:

• Man weiß, was das Ziel ist.
• Man das, was man will aufschreibt. Denn oft sind die Ziele viel zu diffus.
• Man sich von Irrtümern und geschlossenen Türen nicht irritieren lässt und einfach die Mauer entlang geht um eine neue Tür – sprich Lösung –zu suchen.

Drei Wochen später

Ich verließ gerade einen Networking Event als neben mir ein lateinamerikanisches Energiebündel die Treppe herunter sprang und mich ansprach. Ich liebe die lateinamerikanische Kultur wegen ihrer Lebensfreude nicht erst seit meinen Reisen in Equador, Guatemala, Nicaragua und Kuba. Also fand ich es daher schon interessant sie kennen zu lernen.

Es gibt Menschen, bei denen hat man in Sekunden ein richtig gutes Bauchgefühl. Nachdem ich meine Verwunderung darüber, wie viel diese Frau in ihrem Leben schon gemacht hatte, überwunden hatte, stellte sich dabei schnell heraus, dass sie Alles mitbrachte, nach dem ich suchte. Und sie hatte die gleiche Vision wie ich.

Wir sind beide kreative Querdenker, die übergreifend und in komplexen Zusammenhängen Dinge betrachten, weil wir wissen, dass einfache Lösungen interdisziplinäres Verstehen von Zusammenhängen erfordert. Es war schnell klar, dass wir zusammen ein perfektes Angebot haben, das kaum jemand im Markt bieten kann.

Aus einem kleinen Projekt, wurde innerhalb weniger Wochen „HOW TO CREATE A UNICORN“

Wir waren uns beide einig, dass es in der deutschen Wirtschaft an Kreativität und Spielräumen für Experimente , Partizipation und Eigenverantwortung fehlt. Das deckt viele andere Themen wie Kultur, Diversity und Leadership an. Innovation. Alle reden also darüber. Aber was bekommt man in vielen Unternehmen dazu zu hören.

Kennen Sie das?

Warum ist das so?

Das liegt an vielen Faktoren, wie z. B. der Kultur eines Unternehmens. Die Kreativität entweder fördert oder verhindert. Jeder kann kreativ und innovativ sein, wenn die Umgebung es zulässt und die Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Immer mehr erfolgreiche Startups bzw. schon etablierten Unternehmen, die den Markt revolutionieren, werden von visionären Designern geleitet, die kreativ udn „out of the box“ denken. Und die genau wissen, was Menschen dafür brauchen.

Kreativität verbessert die Fähigkeit bzw. den Prozess, Probleme zu lösen. #createaunicorn @mariale click to tweet

Dabei ist es egal ob es um neue Strategien geht oder neuartigen Lösungen um dem Wettbewerb voraus zu sein. Kreative Lösungen zu entwickeln, sorgt für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil, den jedes Unternehmen zu erzielen versucht.

Gefährlich wird es, wenn Kreativität und damit Innovation nur an wenigen Leuten hängt. Denn Fachkräfte sind gefragt wie nie zuvor und können zwischen Jobs wählen. Kreativen wird zudem schnell langweilig oder sie fühlen sich eingegerenzt und sind dann schnell weg. Oder sie arbeiten gar nicht erst für Unternehmen und gründen eigene. Denn dort rennen sie nicht permanent gegen Prozesse und deren Wächter an.

Bei Innovation geht es nicht darum die Dinge richtig zu machen, sondern sich zu fragen, ob man die richtigen Dinge macht. Es ist also oft wichtiger die Fähigkeit zu Innovation im Herzen des Unternehmens zu verankern.

Innovation muss in der Kultur eines Unternehmens verankert werden #innovation #businesscreativity #createaunicorn @mariale click to tweet

Denn dabei gibt es jedoch jede Menge Innovations Killer:

 

 

und auch Katalysatore, die Innovation fördern.

 

 

Einzeln sind sie allerdings nutzlos. Es geht darum zu verstehen, wie ein Unternehmen als lebendiger Organismus funktioniert und die interagierenden „Nervenbahnen“ zu verstehen und zu berücksichtigen.

Zwei elementar wichtige Punkte dabei sind:

Daß es weniger darum geht Prozesse zu ändern, sondern es mit der Haltung von Menschen anfängt.

Daß man dabei den Großteil aller Beteiligten mit nehmen muss, was nur geht, wenn man weiß, welche Hürden man dazu überwinden muss. Dazu muss das Unternehmen die Menschen informieren, inspirieren und involvieren.

Und das geht nicht über Kommunikation, sondern Konversation, weil es nicht funktioniert Beschlüsse dazu aus der Führungsetage dem Rest der Organisation „aufzudrücken“. Da wird man ganz schnell auf Widerstand stoßen.

Das Ganze muss aber aus der höchsten Führungsebene geschützt und voran getrieben werden.

Jeanette & Mariale

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