Meditation – Kopf frei für Ideen

ZIEL

Kreativität funktioniert nie unter Stress, sondern am besten, wenn das Gehirn mal Pause hat. Wer ständig unter Stress ist, kann überhaupt nicht mehr kreativ denken.

Wir werden von klein auf darauf gedrillt, alles mit dem Verstand zu lösen. Wir denken permanent. Vielen Menschen fällt es zudem schwer sich selbst und ihre Emotionen wahrzunehmen. Also auch die eigene Intuition. Und da es bei Kreativität und der Entwicklung neuer Ideen um das Kombinieren vorhandener Dinge geht, ist es wichtig, die auch wahrnehmen zu können.

Meditation verschafft die nötige Ruhe.

Mediation – nur was für Esotherikspinner und Alt Hippies?

Sicher nicht, das hat auch die Neurowissenschaft nachgewiesen. Wie stark Meditation den Geist und das Hirn verändert, bzw. Bereiche des Gehirns sogar wachsen lässt, hat die Neurowissenschaft jetzt nachgewiesen. Forscher aus Gießen und Harvard untersuchten erstmals die Auswirkungen von Meditation, mittels Hirnscan.

Während die Teilnehmer nach acht Wochen Meditations-Praxis berichteten, besser mit Stress umgehen zu können, zeigten sich auch deutliche Veränderungen in der Hirnstruktur. Weniger Dichte der grauen Substanz an der Amygdala, die für die Verarbeitung von Stress und Angst wichtig ist. Dafür zeigte sich mehr Dichte im Hippocampus und Regionen, die für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl und Empathie zuständig sind.

Daher entdecken nicht nur immer mehr Sportler, sondern auch Manager die Meditation für sich.

WIE SIE ANFANGEN

Es ist besser, nur 5 Minuten am Tag zu meditieren als einmal pro Woche eine halbe Stunde. Fangen Sie einfach an und tun Sie es regelmäßig.

Jeden Tag. Wenn es Ihnen hilft, eine feste Zeit festzulegen, machen Sie das. Morgens ist es am einfachsten.

Meditation hat nichts mit träumen oder vor sich hindämmern zu tun, sondern ist im Gegenteil ein Zustand von absoluter Wachheit. Sie nehmen alles um sich herum wahr. Geräusche, Wind usw.

Das wichtigste bei der ersten Meditation ist, mit sich selbst geduldig zu sein. Es ist völlig in Ordnung wenn Ihre Gedanken mal abschweifen. Ebenso normal ist, dass man es am Anfang nicht schafft, lange die Aufmerksamkeit zu halten. Wie alles, in dem man gut werden will, muss man trainieren. Da man aber sehr schnell Erfolge bemerkt, macht es auch viel Spaß.

WIE SIE SITZEN

Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten sich hinzusetzen. Wir wollen hier die einfachste, nämlich die auf einem Stuhl erklären, da sie für jedes Alter und auch Ungeübte geeignet ist.

• Suchen Sie sich einen ruhigen Ort.
• Lockern Sie die Kleidung.
• Stellen Sie einen Wecker auf die Zeit, die Sie meditieren wollen (sonst grübeln Sie ständig darüber wann die Zeit um ist).
• Setzen Sie sich mit aufrechter Wirbelsäule auf einen Stuhl (Niemals anlehnen). Die Füße stehen fest auf dem Boden.
• Der Kopf ist gerade, der Mund geschlossen, die Zunge liegt am Gaumen hinter den Zähnen.
• Die Hände liegen entspannt auf den Oberschenkeln nach unten oder geöffnet nach oben oder als Schale im Schoß.
• Schultern und Gesichtsmuskeln sind entspannt, das Becken leicht nach vorne gekippt.
• Das Ziel ist es, während der ganzen Meditation, Ihren Atem bewusst zu beobachten.

WAS SIE TUN

• Schließen Sie die Augen. Atmen Sie dreimal durch die Nase tief ein und durch den Mund wieder aus, um sich noch etwas tiefer zu entspannen.
• Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem, ohne ihn zu beeinflussen. Sonst müssen Sie gar nichts tun.
• Spüren Sie den Atem, wie er langsam in den Körper fließt und wieder hinaus. Achten Sie auf jedes kleine Detail.
Wie sich Ihr Bauch beim Einatmen weitet und wie der Luftstrom Ihre Oberlippe beim ausatmen passiert.
• Wenn Ihre Aufmerksamkeit abdriftet, kehren Sie einfach immer wieder zu Ihrem Atem zurück.
• Wenn Gedanken kommen: nicht bewerten, weiter zeihen lassen und wieder zum Atem zurück kehren.
• Achten Sie besonders auf die Pause zwischen den Atemzügen. Sie ist am wichtigsten.

Am Anfang werden Ihre Gedanken wahrscheinlich häufig abdriften – oder Ihnen wird langweilig werden. Das ist völlig okay. Haben Sie Geduld – niemand gibt Ihnen Noten. Das ist die Zeit in der Sie mal nichts leisten müssen.

Komme einfach immer wieder zu deinem Atem zurück. Auch wenn Sie denken: „Oh Gott, das wird nie was, was soll das bringen, ich muss noch die Präsentation erstellen, Mails schreiben, die Steuer machen…“ Das ist völlig normal und hört irgendwann auf.

Alleine durch das Beobachten und das bewusste Wahrnehmen Ihrer Gedanken, werden sie nach einer Zeit von alleine verschwinden. Sie Atmen. Sie spüren. Sie fühlen. Sie beobachten. Vielleicht werden Ihnen sogar Zusammenhänge Ihrer Gedanken und Gefühle mit Ihrem Atem bewusst.

WICHTIG

• Reagieren Sie nicht sofort wenn nach einer Weile etwas an der Nase juckt, das Bein kribbelt oder Sie glauben husten zu müssen. Beobachten Sie das eine Weile. Meist hört es auf. Es ist normal, Kopf, bzw. unser Ego wehrt sich mit allen Mitteln dagegen still zu sein. Und denkt sich alle möglichen Sachen aus, um der Konzentration zu entkommen.
• Selbst die unruhigsten Menschen können lernen zu meditieren. JA, wirklich 😉

DIE HERAUSFORDERUNG IST, SICH ZEIT ZU NEHMEN, ALLES ANDERE KOMMT VON SELBST